Jul 14, 2024 Eine Nachricht hinterlassen

Prozess des Plasmaschneidens

Beim grundlegenden Plasmaschneidverfahren wird ein elektrischer Kanal aus überhitztem, elektrisch ionisiertem Gas (d. h. Plasma) vom Plasmaschneider selbst durch das zu schneidende Werkstück erzeugt, wodurch ein geschlossener Stromkreis über eine Erdungsklemme zurück zum Plasmaschneider gebildet wird. Dies wird durch ein Druckgas (Sauerstoff, Luft, Inertgas und andere, je nach zu schneidendem Material) erreicht, das mit hoher Geschwindigkeit durch eine fokussierte Düse auf das Werkstück geblasen wird. Dann bildet sich innerhalb des Gases zwischen einer Elektrode in der Nähe der Gasdüse oder in diese integriert und dem Werkstück selbst ein Lichtbogen. Der Lichtbogen ionisiert einen Teil des Gases und erzeugt so einen elektrisch leitfähigen Plasmakanal. Wenn der Strom vom Schneidbrenner durch dieses Plasma wandert, gibt er ausreichend Wärme ab, um das Werkstück zu schmelzen. Gleichzeitig blasen ein Großteil des Hochgeschwindigkeitsplasmas und des Druckgases das heiße, geschmolzene Metall weg und trennen so das Werkstück, d. h. schneiden es durch.
Plasmaschneiden ist ein effektives Mittel zum Schneiden dünner und dicker Materialien gleichermaßen. Handgeführte Brenner können normalerweise bis zu 38 mm dicke Stahlplatten schneiden, und stärkere computergesteuerte Brenner können Stahl mit einer Dicke von bis zu 150 mm schneiden. [1] Da Plasmaschneider einen sehr heißen und sehr lokalisierten „Kegel“ zum Schneiden erzeugen, sind sie äußerst nützlich zum Schneiden von Blechen in gekrümmten oder abgewinkelten Formen.

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