Jul 06, 2024 Eine Nachricht hinterlassen

Was ist Punktschweißen?

Widerstandspunktschweißen (RSW) ist ein Verfahren, bei dem sich berührende Metalloberflächen durch die durch Widerstand gegen elektrischen Strom erzeugte Wärme verbunden werden.

Werkstücke werden durch Druck zusammengehalten, der von Elektroden ausgeübt wird. Normalerweise sind die Bleche zwischen 1,5 und 3 mm dick. Bei diesem Verfahren werden zwei geformte Elektroden aus Kupferlegierungen verwendet, um den Schweißstrom auf einen kleinen „Punkt“ zu konzentrieren und die Bleche gleichzeitig zusammenzuklemmen. Durch das Leiten eines hohen Stroms durch den Punkt schmilzt das Metall und bildet die Schweißnaht. Das attraktive Merkmal des Punktschweißens ist, dass in sehr kurzer Zeit (ungefähr 10–100 Millisekunden) viel Energie an den Punkt abgegeben werden kann. Dadurch kann das Schweißen erfolgen, ohne dass der Rest des Blechs übermäßig erhitzt wird.

Die an die Stelle abgegebene Wärmemenge (Energie) wird durch den Widerstand zwischen den Elektroden sowie die Stärke und Dauer des Stroms bestimmt. Die Energiemenge wird so gewählt, dass sie den Materialeigenschaften des Blechs, seiner Dicke und der Art der Elektroden entspricht. Bei zu geringer Energiezufuhr schmilzt das Metall nicht oder die Schweißnaht ist schlecht. Bei zu hoher Energiezufuhr schmilzt zu viel Metall, geschmolzenes Material wird ausgeworfen und es entsteht ein Loch statt einer Schweißnaht. Ein weiteres Merkmal des Punktschweißens ist, dass die an die Stelle abgegebene Energie kontrolliert werden kann, um zuverlässige Schweißnähte zu erzeugen.

 

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